Semaglutid ist ein Glucagon-ähnlicher Peptid-1 (GLP-1)-Rezeptor-Agonist, der die Wirkung des endogenen Inkretin-Hormons GLP-1 nachahmt. Dieses Hormon spielt eine entscheidende Rolle bei der Glukoseregulation und der Appetitkontrolle. Bei Typ-2-Diabetes verbessert Semaglutid die glukoseabhängige Insulinsekretion, unterdrückt die unangemessene Glukagonfreisetzung und verlangsamt die Magenentleerung, was zu einer verbesserten glykämischen Kontrolle führt. Bei Fettleibigkeit wirkt es auf die Appetitregulationszentren des Gehirns, reduziert den Hunger und die Kalorienaufnahme, was zur Gewichtsabnahme beiträgt.
Semaglutid ist angezeigt zur Behandlung von Typ-2-Diabetes mellitus als Ergänzung zu Diät und Bewegung, um die glykämische Kontrolle bei Erwachsenen zu verbessern. Es ist auch für das chronische Gewichtsmanagement bei Erwachsenen mit Adipositas oder Übergewicht mit mindestens einer gewichtsbezogenen Begleiterkrankung wie Bluthochdruck oder Dyslipidämie zugelassen. Der Titrationsplan für Typ-2-Diabetes beginnt mit 0,25 mg subkutan einmal wöchentlich, erhöht sich auf 0,5 mg und möglicherweise bis zu 1 mg wöchentlich. Bei Fettleibigkeit beginnt die Dosis bei 0,25 mg und erhöht sich schrittweise auf 2,4 mg wöchentlich.
Häufige Nebenwirkungen von Semaglutid sind gastrointestinale Probleme wie Übelkeit und Erbrechen, die häufig während der Dosiseskalation auftreten, aber typischerweise im Laufe der Zeit abnehmen. Andere Nebenwirkungen können Durchfall, Verstopfung, Bauchschmerzen und verminderter Appetit sein. Semaglutid hat bei Patienten mit Typ-2-Diabetes kardiovaskuläre Vorteile gezeigt und signifikant schwerwiegende kardiovaskuläre Ereignisse reduziert, einschließlich nicht-tödlichem Myokardinfarkt, nicht-tödlichem Schlaganfall und kardiovaskulärem Tod.
Sicherheitsüberlegungen für Semaglutid umfassen Kontraindikationen für Personen mit einer persönlichen oder familiären Vorgeschichte von medullärem Schilddrüsenkarzinom oder multiplem endokrinem Neoplasiesyndrom Typ 2. Es gibt Warnungen über das Risiko von Schilddrüsen-C-Zell-Tumoren, Pankreatitis und diabetischen Retinopathie-Komplikationen. Patienten sollten über die Verabreichung, das Management von Nebenwirkungen und die Bedeutung von Lebensstiländerungen beraten werden, wie z. B. die Aufrechterhaltung einer gesunden Ernährung und regelmäßiger körperlicher Aktivität neben der Medikation.